Samstag, 10. Januar 2009

Reden über den Führerschein

Sebastian wollte über die Straße. Es war dunkel. Gegenüber, in einer Hausausfahrt, stand eine dunkle Limousine. Der Motor lief, die Scheinwerfer waren an. Das Auto bewegte sich aber nicht. Der Fahrer telefonierte mit dem Handy.

Jochen ging also los. Plötzlich heulte der Motor des Autos auf. Die Kiste raste auf Jochen zu. Jochen schrie, sprang zur Seite. Der Fahrer trat in die Eisen. Das war mehr als knapp. Eigentlich rechnete Jochen damit, dass sich der Mann entschuldigt. Der ließ jedoch das Fenster runter und beschimpfte Jochen. „Wohl keine Augen im Kopf?“

Jochen wies darauf hin, dass er kaum zu übersehen sei. „Ihre Xenon-Lichter leuchten doch sehr gut.“ Der Autofahrer wollte wieder eine Tirade loslassen, als ein Mann im Jogginganzug aus dem Erdgeschossfenster schaute. Ein Polizist, der alles gesehen hatte.

Zwei Minuten später entschuldigte sich der Autofahrer kleinlaut bei Jochen. Die Ankündigung des Beamten, man könne sonst mal über seinen Führerschein reden, hat sehr geholfen.